Der entscheidende Punkt ist nicht die Kapazität auf dem Papier, sondern die nutzbare Kapazität. Eine Blei- oder AGM-Batterie solltest du nur etwa zur Hälfte entladen, sonst geht die Lebensdauer rapide zurück. Bei LiFePO₄ stehen dir dagegen fast die vollen 100 Ah zur Verfügung.
| Kriterium |
AGM ab Werk |
100 Ah LiFePO₄ |
| Nutzbare Kapazität |
ca. 50 % |
ca. 90–100 % |
| Gewicht |
rund 22–25 kg |
rund 11–13 kg |
| Ladezyklen |
300–500 |
3’000–6’000 |
| Ladegeschwindigkeit |
langsam |
schnell |
| Spannungsverlauf |
fällt früh ab |
bleibt konstant |
| Laden bei Minusgraden |
unkritisch |
nur mit Schutz oder Heizung |
In der Praxis heisst das: Du hast nach der Umrüstung ein Vielfaches der bisher wirklich verfügbaren Energie an Bord – bei rund der Hälfte des Gewichts. Kühlschrank, Standheizung, Beleuchtung, USB-Ladegeräte und Wechselrichter laufen dadurch deutlich länger, bevor du wieder an eine Steckdose musst.
Das ist der Teil, den viele unterschätzen – und der Grund, warum eine Lithiumbatterie kein 1:1-Tausch ist. Ausführlich haben wir das in unserem Ratgeber zum Nachrüsten einer Lithiumbatterie im Wohnmobil beschrieben. Die Kurzfassung für deinen T5 oder T6:
- Intelligente Lichtmaschinen regeln die Spannung variabel: Gerade bei jüngeren Fahrzeugen reicht ein einfaches Trennrelais nicht mehr aus. Die Batterie würde schlicht nie richtig voll.
- Lithium zieht sehr viel Strom: Ohne Begrenzung kann die Lichtmaschine thermisch an ihre Grenze kommen. Der Ladebooster deckelt den Ladestrom sauber auf 30 A.
- LiFePO₄ braucht eine eigene Ladekurve: Der Booster liefert genau die Ladespannung, die die Zellen wollen – nicht die, die für Blei gedacht war.
Genau deshalb ist der Votronic-Ladebooster bei uns fest im Aktionspreis enthalten und keine Option, die du dazubuchen musst.
Voraussetzung ist eine ab Werk verbaute Zweitbatterie unter dem Fahrersitz. Das trifft unter anderem auf diese Modelle zu:
- VW T5 California
- VW T6 California
- VW T6.1 California
- VW California Beach
- VW California Ocean
- VW California Coast
- VW Multivan
- VW Caravelle
Du bist dir nicht sicher, ob dein Bus dazugehört? Schick uns eine kurze Nachricht mit Modell, Baujahr und – wenn möglich – einem Foto vom Bereich unter dem Fahrersitz. Wir prüfen die Kompatibilität kostenlos für dich.
Vier Schritte, ein Werkstatttag:
- 1. Anfrage und Abklärung: Du meldest dich mit Fahrzeugmodell und Baujahr, wir bestätigen dir die Kompatibilität.
- 2. Termin: Wir reservieren dir einen Slot in unserer Werkstatt in Allschwil bei Basel.
- 3. Einbau: Ausbau der AGM, Einbau der LiFePO₄, Installation und Verkabelung des Ladeboosters.
- 4. Prüfung und Übergabe: Wir kontrollieren das Bordnetz, testen alle Ladequellen und erklären dir, worauf du künftig achten solltest.
Wie wir arbeiten, siehst du in unserem Portfolio – zum Beispiel beim VW T5 mit Hochdach.
Eine Lithiumbatterie ist selten Selbstzweck. Sie ist die Grundlage für alles, was danach kommt.
- Länger freistehen: Kühlbox, Standheizung und Licht über mehrere Nächte, ohne Landstrom.
- Konstante Spannung: Auch bei leistungsstarken Verbrauchern bricht die Spannung nicht ein.
- Gute Ausgangslage für den nächsten Schritt: Wer später eine Solaranlage oder einen Wechselrichter nachrüstet, baut auf ein System auf, das dafür bereits ausgelegt ist.
Gerade für Wochenendausflüge und längere Reisen abseits von Campingplätzen ist die Umrüstung eine der sinnvollsten Investitionen in deinen Bus.